Region befragt Jugend

Meinung von Schülerinnen, Schülern und Studierenden fließt in Stadt-Umland-Konzept ein

Fachkräfte von morgen sind die Zukunft ihrer Heimat. Wandern sie für eine Ausbildung oder den Berufseinstieg ab, kommen sie später selten zurück. Den bundesweiten Trend der Abwanderung der Jugend in die Metropolen spüren auch die Stadt Zweibrücken, die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben und der Landkreis Südwestpfalz. Gemeinsam lassen sie in den kommenden Wochen zukünftige Fachkräfte nach ihrer Meinung zur Region befragen.

Der Zweibrücker Oberbürgermeister Kurt Pirmann baut auf die Beteiligung der Jugend: „Wir zählen auf die Meinung der jungen Leute. An den Schulen der Region und der Hochschule haben wir engagierte Lehrer und Professoren gefunden, die uns dabei tatkräftig unterstützen.“ Insgesamt fünf Schulen und die Hochschule Kaiserslauten am Standort Zweibrücken beteiligen sich im Juli an der Erhebung. So reden insgesamt etwa 60 Schülerinnen, Schüler und Studierende in eineinhalbstündigen Gesprächsrunden über ihre Zukunftspläne und ihre Meinung zur Heimat.

Neben diesen sogenannten Fokusgruppen läuft parallel eine Umfrage im Internet. Schülerinnen und Schüler und Studierende der fünf beteiligten Schulen und der Hochschule Kaiserslautern am Standort Zweibrücken zwischen 14 und 26 Jahren sind eingeladen, hier ihre Meinung zur Region mitzuteilen. Die insgesamt 14 Fragen sind in weniger als fünf Minuten beantwortet. „Wir wollen so erfahren, zu welchem Zeitpunkt unsere Fachkräfte von morgen eine Entscheidung für oder gegen die Region treffen und wo wir sie in ihrem Entscheidungsprozess abholen können“, erklärt Harald Ehrmann von der Geschäftsstelle des Stadt-Umland-Konzepts. „Außerdem wollen wir wissen, wo der Jugend der Schuh drückt und wie wir die Region für sie attraktiver gestallten können“, ergänzt er.

Die Ergebnisse der Erhebung sind eine weitere wichtige Grundlage für die Erarbeitung des Stadt-Umland-Konzepts. Gemeinsam mit den drei Bürgerveranstaltungen entsteht so ein besonders breites Meinungsbild aus der Bevölkerung. Anfang des Jahres hatten bereits mehr als 200 Bürgerinnen und Bürger in Workshops in Wallhalben, Contwig und Zweibrücken Vorschläge für Projekte und Handlungsansätze erarbeitet.

Für alle Interessierten ist der Fragenkatalog der Umfrage hier abrufbar.